Samstag, 1. Mai 2021

Später | Buchrezension


 
Klappentext
 
Jamie Conklin wächst in Manhattan auf und wirkt wie ein normaler neunjähriger Junge. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, aber er steht seiner Mutter Tia, einer Literaturagentin, sehr nahe. Die beiden haben ein Geheimnis: Jamie kann von klein auf die Geister kürzlich Verstorbener sehen und sogar mit ihnen reden. Und sie müssen alle seine Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Tia hat sich gerade aus großer finanzieller Not gekämpft, da stirbt ihr lukrativster Autor. Der langersehnte Abschlussband seiner großen Bestsellersaga bleibt leider unvollendet – wäre da nicht Jamies Gabe … Die beiden treten eine Reihe von unabsehbaren Ereignissen los, und schließlich geht es um, nun ja, Leben und Tod.
 
Autor/in: Stephen King
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 304 
Erschienen: 15.03.2021
  
 
Meine Rezension
 
Finally! Ein neuer King! Ich habe mich so über das Rezensionsexemplar von "Später" gefreut - könnt ihr euch gar nicht vorstellen!
Ich liebe Thriller, Horror etc. aber schon lange konnte mich keines der gelesenen Bücher so richtig fesseln. Hier war es ganz anders. Die Story hatte mich von Seite 1 und ich musste etwas schmunzeln, als man das erste mal verstanden hat, wann Jamie von einer Begegnung mit einem Toten spricht.
Ich weiß gar nicht, wie viel ich überhaupt erzählen kann, ohne das Buch einfach zu spoilern.  Wie man im Klappentext schon lesen kann, geht es in "Später" um James (der aber während des ganzen Buches eigentlich nur Jamie genannt wird - oder Champ...) und dieser kann eben seit dem Kleinkindalter tote Menschen sehen und auch mit ihnen reden. Die erste Begegnung von der wir erfahren ist auch ziemlich harmlos und eher witzig - bleibt natürlich nicht dabei, schnell wird es blutig, eklig, gruselig ... Wie gesagt, ich weiß gar nicht, was ich noch erzählen soll, ohne euch nichts mehr aus dem Buch zu verraten - eigentlich gar nichts mehr und ich denke dabei bleibe ich auch!
 
Es ist einfach eine, für King Verhältnisse, kurze Story. Eher eine Novelle. Aber ich weiß auch, dass viele von den sonst 800 - 900 Seiten, die King so oft aufs Papier bringt, eher abgeschreckt sind.  
 
"Später ist nicht voller Twists". Ich wusste öfters, was als nächtes passieren würde - das hat dem Lesespaß allerdings überhaupt nicht geschadet. Es ist ein typisch großartiges Werk vom Meister des Horrors und als ich Abends ca. in der Mitte des Buches angekommen war und einfach zu müde war um einzuschlafen, habe ich bei ausgeschaltenem Licht dann doch noch da gelegen und lieber mal den Fuß zurück unter die Decke gezogen als ihn draußen hängen zu lassen. Und genau das war es, was ich vermisst habe! Ich wollte mich gruseln. Dazu kommt der typische tiefschwarze Humor, den wir von Stephen King kennen - und lieben! Ebenso die Erwähnung auf das Ritual von Chüd, was die King Kenner wohl schon aus "Es" kennen spielt eine Rolle - wenn auch deutlich abgespeckter, als dort (In 304 Seiten kann man aber auch nicht 100 Seiten alleine ein Ritual ausbauen - vestehe ich). Ebenso unterhaltsam sind auch die vielen Anspielungen, die sich auf die jeweiligen Jahre der Pop- und TV Kultur beziehen.
 
 Ich habe das Buch am Donnerstag beendet und als ich mich gestern beim sauber machen ertappt habe, eine Melodie zu pfeifen, habe ich dann doch mal kurz aufgehört und paranoid durch die Gegend geschaut (wenn ihr es lest, werdet ihr schon verstehen).
 
Abschließend kann ich wirklich nur noch sagen : Besorgt euch dieses Buch! Wenn ihr Horror, Thriller oder Krimis mögt ... Los! Los! Los!
 

*das oben genannte Rezensionsexemplar wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt   

Montag, 26. April 2021

Virginia Woolf - Meistererzählungen | Buchrezensionen

 
Klappentext
 
Mit ihren avantgardistischen Romanen gehört Virginia Woolf neben Autoren wie Joyce und Proust zu den wichtigsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Doch nirgendwo zeigt sich Woolfs meisterhaft experimenteller Stil deutlicher als in ihren Kurzgeschichten, von denen dieser Band alle zu ihren Lebzeiten erschienenen versammelt. In Texten wie »Ein Geisterhaus« und »Montag oder Dienstag« sind konventionelle Erzählstrukturen aufgebrochen zugunsten eines fast traumartigen Bewusstseinsstroms. Wie mit einem Blitzstrahl leuchtet Woolf die Details der Szenen aus, deren Sog sich der Leser kaum entziehen kann.
 
Autor/in: Virginia Woolf
Verlag: Anaconda
Seitenzahl: 320 
Erschienen: 01.03.2021
  
 
Meine Rezension
 
Schon lange stehen mehr Klassiker, oder allgemein Bücher von klassischen Autoren auf meiner Leseliste ... genau so lange wollte ich schon etwas von Virginia Woolf lesen. 
Kurzgeschichten sind immer etwas ganz besonderes, man hat mehrere Geschichten, mehrere Protagonisten in nur einem Buch und Autoren, die Kurzgeschichten schreiben, schaffen es in kürzester Seitenzahl Gefühle, Spannung etc. aufzubauen.

Der Schreibstil von Virginia Woolf ist unglaublich tief und fast schon poetisch. "Meistererzählungen" ist eine Zweisprachige Ausgabe und somit findet ihr neben dem Original auf Englisch auch die überaus gute deutsche Übersetzung. Da hat Christel Kröning einen super Job gemacht! 
Dennoch habe ich die meisten Geschichten nur auf Englisch gelesen, da ich einfach das volle Virgina Woolf Feeling erleben wollte!

Die Geschichten haben allesamt einen unglaublichen tiefgang. Wir begleiten verschiedenste Menschen und erleben sp auch die verschiedensten Gefühle.

Vorallem die Geschichte "A Hounted House" hatte es mir angetan ( wie soll es auch anders sein ). Ich hatte die ganze Zeit dieses mystisch, beklemmende und melancholische Gefühl beim Lesen, welches ich gerne mein "Bly Manor" Gefühl nenne. Falls ihr die Netflix Serie kennt und gesehen habt, wisst ihr glaube ich ganz gut über welches Gefühl ich da spreche.

Ich kann euch "Meistererzählungen" wirklich einfach nur ans Herz legen, für jeden Geschmack ist etwas dabei und je nachdem, was ihr besser findet lest ihr die Storys einfach auf Deutsch, Englisch ... oder einfach beides!


*das oben genannte Rezensionsexemplar wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt 
 

Sonntag, 18. April 2021

Dinosaurier auf anderen Planeten | Buchrezension



 
Klappentext
 

Eine junge Frau lernt ihren Mann ganz neu kennen, als sie zum ersten Mal seine Heimat an der nordirischen Küste besuchen; eine Mutter will verstehen, warum ihr kleiner Sohn so besessen ist von Tierknochen und der Apokalypse … In diesen Geschichten ist die Welt ebenso schön wie fremd. Männer und Frauen, Alt und Jung bewegen sich durchs Leben, wie ein Tourist ein fernes Land erkundet: aufmerksam, mit einer Mischung aus Staunen und Misstrauen. Sie leben in ständiger Gefahr, missverstanden, verletzt oder abgelehnt zu werden, und wollen doch nur begreifen, wer sie sind, in welcher Welt sie leben.

Autor/in: Danielle McLaughlin
Verlag: Luchterhand Literaturverlag
Seitenzahl: 256
Erschienen: 22.02.2021
  
 
Meine Rezension
 
Ich muss zugeben, der erste Anreiz zur Anfrage von "Dinosaurier auf anderen Planeten" kam durch den Titel. Ich finde ihn unglaublich ansprechend! Definitiv gut gewählt. Der Klappentext verspricht ebenfalls sehr viel. Kurzgeschichten die das Leben schreibt. Das Wort Apokalypse hatte mich dann final. Was soll ich sagen ... ich steh einfach auf sowas.
Doch was steckt nun wirklich hinter all dem? Leider ... leider nicht so viel, wie ich mir erhoffte. Die Geschichten nehmen uns mit auf die Reise vieler verschiedener Menschen. Mal sind es Kinder, mal sind es ältere Bürger. Sie sind alle samt ziemlich melancholisch und man muss sicherlich oft zwischen den Zeilen lesen, um gewisse Anspielungen der jeweiligen Handlung zu verstehen - das ist glaube ich nich für jeden was. Auch mir war es manchmal etwas zu viel. Ich mag poetische und melancholische Schreibstile sehr gerne, allerdings muss man auch manchmal einfach auf den Punkt kommen, das fehlt mir in manchen der Geschichten.

In der Titelgebenden Geschichte zum Beispiel geht es gar nicht wirklich um Dinosaurier sondern vielmehr um das zerrüttete Eheleben zweier Menschen in den fünfzigern, die Besuch von ihrer Tochter inklusive Enkel und neuem Mann bekommen. 
Wir begleiten aber auch ein Mädchen, die sich als Hausaufgabe die Füße bindet, wie es die alten chinesischen Adeligen getan haben. Ebenfalls lernen wir einen Vater kennen, der sich jeden Tag Sorgen um seine psychisch kranke Frau machen muss, wenn diese alleine mit der gemeinsamen Tochter zu Hause ist.

Es sind tatsächlich allesamt alltägliche Situationen, auf wenn dieses auf den ersten Blick so nicht scheint.
Dennoch ... der Funke wollte nicht so richtig überspringen.


*das oben genannte Rezensionsexemplar wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt 

Sonntag, 7. März 2021

Chilling Adventures of Sabrina - Pfad der Nacht | Buchrezension



 
 
Klappentext
 
 Es war noch nie leicht, zur Hälfte eine Sterbliche und zur anderen Hälfe eine Hexe zu sein. Zumindest nicht für Sabrina Spellman. Doch ihre neueste Erkenntnis über ihre Familie übertrifft selbst Sabrinas schlimmste Befürchtungen: Ihr eigener Vater ist kein anderer als Satan selbst! Und er hat sich des Körpers von Nick Scratch bemächtigt. Nick (oder das, was noch von ihm übrig ist) ist nun in der Hölle gefangen. Und Sabrina muss einen Weg finden, ihn, an den sie ihr Herz verloren hat, zu befreien. Tante Zelda weiß Rat, wie sich die Tore der Hölle öffnen lassen – doch die Folgen sind unabsehbar ...
 
 
Autor/in: Sarah Rees Brennan
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 384
Erschienen: 19.10.2020
 
Meine Rezension
 
"Pfad der Nacht" ist der dritte Band der Chilling Adventures of Sabrina Reihe. Wie auch schon bei meiner letzten Rezension zum zweiten Teil will ich wieder vorab sagen, was ich für ein riesen Fan der Serie und allgemein dem ganzen Sabrina Franchise bin, das wird aber auch wie beim letzten Mal nicht meine Bewertung beeinflussen.
Leider waren mir bei "Pfad der Nacht" auch einfach wieder zu viele Charakterwechsel bzw. Erzählungswechsel vertreten, was mich dazu noch etwas verwirrt war, das Sabrinas Kapitel in der "Ich-Perspektive" geschrieben wurden, anders als der Rest des Buches. Das war für mich manchmal einfach zu viel und es hat mich in meiner Konzentration gestört. Trotzdem ist der Schreibstil von Sarah Rees Brennan angenehm und einfach zu lesen.
Laut der Autorin können alle Bücher unabhängig voneinander gelesen werden, stimmt auch, aber ganz ohne Vorkenntnisse würde ich es nicht empfehlen, dafür müsste man die Charaktere einfach schon genauer kennen (und mögen).
Am besten haben mir die Kapitel in der Hölle gefallen - ich mag Nicks schwarzen Humor und seine Art einfach unglaublich gut. Harvey hingegen hat mich in diesem Teil der Reihe jedoch sogar manchmal schon genervt.
Leider wurde die Spannung auch immer wieder durch, für mich, viel zu lange Rückblicke in die Vergangenheit abgebaut.
 
Alles in allem war "Pfad der Nacht" ein nettes Buch für zwischendurch, für mich allerdings das schwächste der Reihe. 

 
 
*das oben genannte Rezensionsexemplar wurde mir kostenlos vom Verlag/Bloggerportal zur Verfügung gestellt
 
 

Samstag, 16. Januar 2021

What I Like About You | Buchrezension



 
Klappentext
 
 Es gibt eine Million Dinge, die Halle Levitt und ihren besten Freund Nash verbinden. Sie lieben Bücher, können stundenlang reden ... Und trotzdem verschweigt Halle ihm, wer sie wirklich ist. Denn online heißt Halle Kels - ist berühmte Buchbloggerin und hat alles, was ihr im echten Leben fehlt: Freunde, eine tolle Community, Selbstvertrauen und natürlich Nash. Dann wechselt sie für ihr Abschlussjahr an eine neue Schule, und plötzlich steht Nash leibhaftig vor ihr - da ist Chaos vorprogrammiert!
 
Autor/in: Marisa Kanter
Verlag: One Verlag
Seitenzahl: 480
Erschienen: 30.09.2020
 
Meine Rezension
 
Was für eine Zuckersüße Story! Das ist das erste, was mir zu "What I Like About You" eingefallen ist, als ich das Buch nach dem Lesen zugeklappt habe. Wir lernen Halle kennen, die grade mit ihrem Bruder Ollie zu ihrem Großvater gezogen ist, da ihre Eltern (bekannte Dokumentationsfilmer) beruflich für längere Zeit ins Ausland müssen. Nach dem Tod ihrer Großmutter ist jedoch alles andere, und aller Anfang in Middleton fällt Halle schwer... als wäre das nicht schon schlimm genug, trifft sie auf ihren besten Freund Nash. Der weiß aber gar nicht, das Halle überhaupt existiert. Wie das geht? Halle ist im Internet bekannt als Kels. Und genau unter diesem Namen kennt Nash sie. Beide haben sich noch nie gesehen, somit weiß er auch nicht wie Kels aussieht. Noch nicht kompliziert genug? Kein Problem ... 

... ich will aber eigentlich gar nichts mehr vom eigentlichen Inhalt verraten, denn die Story ist wirklich gut gemacht. Auch wenn man natürlich einiges vorahnen kann (aber das ist etwas ganz normales, wenn man schon mehr YA Bücher gelesen hat) habe ich mir nicht nur einmal die Haare gerauft und gehofft, dass Halle jetzt endlich mit der Sprache raus rückt, das sie Kels ist - hätte auf jeden Fall einiges einfacher gemacht... das Buch wäre ja dann aber auch um einige Seiten kürzer und lange nicht so amüsant!
Der Schreibstil ist super leicht und man fliegt quasi nur so durch das Buch, ab der Hälfte nimmt die Story auch richtig Fahrt auf und ich wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Zusätzlich zur eigentlichen Geschichte bekommen wir noch einige Tweets und Nachrichtenverläufe, sogar eine Sequenz aus Nashs Comic "Rex" dürfen wir lesen - finde die Aufmachung wirklich toll.
Es geht aber in "What I Like About You" nicht nur um die Liebe und das Versteckspiel von Halle. Wir begleiten sie auf die Reise zu sich selbst. Mit jedem Kapitel wird sie erwachsener und die Grezen zwischen Halle und Kels verschwimmen immer mehr - bis sie einsieht, das sie serwohl beide Personen gleichzeitig sein kann. Besonders toll hat mir auch der jüdische Aspekt im Buch gefallen. Man liest sowas finde ich viel zu selten und so hatte man auch mal die Gelegenheit etwas mehr über den jüdischen Glauben und die Feierlichkeiten zu erfahren.

"What I Like About You" ist ein tolles Buch, vorallem für YA Fans und "Bookstagram" Freunde! 

Ich möchte mich nochmal ganz herzlich bei Anna vom One Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken!
 
 
 
 
 
 
 
*das oben genannte Rezensionsexemplar wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt
 
 

Sonntag, 10. Januar 2021

Böse - Die Psychologie unserer Abgründe | Buchrezension

Wie einige von euch vielleicht wissen, stehe ich total auf True Crime Dokus, Podcasts und alles was noch so dazu gehört. Ich finde es unglaublich spannend, hinter die Fassade von Serienmördern, Psychopathen und co. zu schauen. "Böse" von Julia Shaw ist daher genau nach meinem Geschmack.


 
Klappentext
 
Böse ist das Gegenteil von gut – oder nicht? Kriminalpsychologin Julia Shaw gibt in die Abgründe unserer Psyche und entdeckt dabei Überraschendes: Das Böse findet nicht nur in den Gehirnen von Massenmördern, sondern in jedem von uns, denn je nach Situation entscheiden wir oft unbewusst, was gut und was böse ist. Von moralischen Fragen über Machtmissbrauch im Büro bis hin zu privaten Gewaltfantasien - Mithilfe neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse aus Neurowissenschaft, Kriminalistik und psychologischer Fallstudien beleuchtet Shaw die dunkle Seite in jedem Menschen und geht ihr auf den Grund.
 
 
Autor/in: Julia Shaw
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 320
Erschienen: 13.07.2020
 
Meine Rezension
 
Die Abgründe der Menschen üben seit jeher eine unglaubliche Anziehungskraft auf uns Sensationsgeile Personen aus - so auch auf mich. Zugegeben, vielleicht keine gute Eigenschaft von mir, aber ich kann einfach nicht anders. Mich zieht böses an - nicht im schlechten Sinn ... ich möchte wissen, wieso sind Menschen böse. Was hat den Serienmörder eben zu genau dem gemacht, was er jetzt ist. Werden Menschen böse geboren? Entwickeln sie sich erst dazu? Genau damit beschäftigt sich auch Dr. Julia Shaw. 
Es geht in "Böse" nicht nur um Mörder. Es geht um boshaftigkeit in vielen Sozialen Schichten. Es geht in den verschieden Kapiteln um Mordlust, Unheimliches, sexuelle Perversitäten, moralische Boshaftigkeit am Arbeitsplatz und ja ... sogar um Technologie (Cybertrolle).
Eine Frage ziemlich am Anfang des Buches hat mich schmunzeln lassen. Shaw fragte "Würden sie Hitler als Baby töten, wenn sie die Möglichkeit dazu haben würden?" Also, geht man davon aus das Hitler böse geboren wurde, würden wohl viele Menschen mit einem klaren JA antworten. Geht man aber davon aus, das Menschen durch bestimmte Ereignisse in Ihrem Leben böse werden, muss man seine erste Antwort evtl. nochmal überdenken.
Ebenso ist es mit Menschen in hohen Positionen im Jobleben. Oftmals haben diese Narzisstische Wesenszüge und leben so ihre boshaftigkeit aus - erleben sicherlich auch viele jeden Tag am Arbeitsplatz.
Shaw stellt viele Studien vor wie zB die Frage an einige Teilnehmer, was genau sie als unheimlich beschreiben würden - diese gaben unhygienisches Aussehen an, lange Finger und merkwürdige Kleidung. Warum sind Clowns für so viele Menschen (mich eingeschlossen!) so unglaublich unheimlich?!

Dr. Julia Shaw schafft es, mit leichtem Schreibstil, trockene Fakten gut zu übermitteln, so das auch jeder "normale" Mensch sie versteht. Für jeden Fan von True Crime Dokus, ein absolutes Must-Read!


*das oben genannte Rezensionsexemplar wurde mir kostenlos vom Verlag/der Autorin zur Verfügung gestellt

 

Mittwoch, 16. Dezember 2020

A Single Touch | Buchrezension

 
 
  Klappentext
 
Als Val ihr Auslandsjahr am renommierten Plymouth College of Art antritt, hofft sie, ihrem gebrochenen Herzen endlich die nötige Ruhe verschaffen zu können. Sie will sich voll und ganz auf ihre Leidenschaft, die Modefotografie, konzentrieren und das Leben in dem ihr fremden Land genießen – von Männern, Lügen und Geheimnissen hat sie erst mal genug. Doch dann steht plötzlich Parker Gibson vor ihr, der sich nicht nur als überaus charmant und fürsorglich entpuppt, sondern auch als ihr Vermieter! Schon bald teilen die beiden mehr als nur vier Wände, doch Val ist skeptisch, denn Parker scheint etwas vor ihr zu verbergen …

 
Autor/in: Ivy Andrews
Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 544
Erschienen: 19.10.20
 
Meine Rezension
 
Heute geht es um den 3. Teil von Ivy Andrews L.O.V.E. Reihe. Auf den Teil hab ich mich ehrlich gesagt am meisten gefreut, da ich sowohl Val als auch Parker in den anderen beiden Teilen immer super interessant fand.
Diesmal beginnt die Story rund um die Mädels WG aus Plymouth früher... Val ist die erste im Haus und wir starten gleich mit einem emotionalen Brief (oder Ausatz) den Val geschrieben hat. Als sie in Plymouth ankommt, merkt man gleich die Spannnung zwischen ihr und Parker und sofort ist klar - außer Anziehung wird es sicherlich noch jede Menge Drama geben. 
Parker selbst ist mir einfach so unglaublich sympatisch - und auch seine Jungs Truppe hat den ein oder anderen lockeren Spruch auf den Lippen, was "A Single Touch"nochmal einen ganz anderen Charakter gibt. 
Im mittleren Teil hat die Story meiner Meinung nach aber schon seine Längen und die merkt man dann leider im Ende als das Drama so richtig losgeht, ist es auch schon wieder vorbei - schade.
Allgemein ging es im dritten Teil etwas weniger um Mode, dafür natürlich passend zu Val mehr um die Fotografie - das war super interessant.

Ivys Schreibstil ist wie immer flüssig und läd ein komplett ins Buch abzutauchen. Sowohl die lustigen, als auch die ernsten Momente waren super umschrieben und kamen nie zu kurz.

Alles in allem ist "A Single Touch"bist jetzt mein liebster Teil aus der L.O.V.E. Reihe. Ich glaube das wird sich auch bei Ellas Geschichte nicht ändern, denn Val und Parker sind für mich einfach DAS Paar. Die beiden haben es mir einfach angetan.
 
 
 
*das oben genannte Rezensionsexemplar wurde mir kostenlos vom Verlag/der Autorin zur Verfügung gestellt