Sonntag, 11. Januar 2026

Sturmhöhe | Buchrezension



„Sturmhöhe“ von Emily Brontë ist für mich eines dieser Bücher, die man nicht einfach nur liest, sondern fühlt. Der Klassiker ist düster und intensiv, dazu noch der Gothic Vibe - ein Meisterwerk der Literatur! 

Schon die Atmosphäre auf den ersten Seiten ist rau, kalt und irgendwie unheimlich, man spürt sofort diese Einsamkeit und Abgeschiedenheit der Moorlandschaft. Die Handlung ist alles andere als leicht oder romantisch im klassischen Sinne. Die Beziehungen zwischen den Figuren sind toxisch, obsessiv und oft schwer auszuhalten, aber genau darin liegt die Stärke des Romans. Catherine und Heathcliff sind keine sympathischen Charaktere, trotzdem (oder gerade deshalb) zieht einen ihre Geschichte gnadenlos in den Bann. Ihre Verbindung wirkt zerstörerisch, leidenschaftlich und unausweichlich – Liebe als Fluch statt als Erlösung.

Was ich an „Sturmhöhe“ besonders liebe, ist dieses stänige Gefühl von Dunkelheit. Rache, Hass, Verlust. Gesellschaftliche Zwänge ziehen sich durch das gesamte Buch und lassen kaum Raum zum Aufatmen. Gleichzeitig ist die Geschichte unglaublich emotional und tragisch, ohne dabei kitschig zu werden. Alles fühlt sich roh und kompromisslos an.

Der Schreibstil ist stellenweise anspruchsvoll, aber dafür unglaublich atmosphärisch. 

Wenn ihr düstere Klassiker liebt, moralisch fragwürdige Figuren spannend findet und Geschichten mögt, die eher weh tun als trösten, dann ist „Sturmhöhe“ ein absolutes Must-read. Für mich ganz klar ein Lieblingsbuch und obwohl ich kein Fan der neuen Verfilmung bin (jedenfalls vom Trailer zu beurteilen) bekommt das Buch endlich wieder die Aufmerksamkeit, das es verdient!

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